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1. Obergeschoss - Raum 12


Pflummernzimmer

Erinnerungen an einen großen Bürgermeister Überlingens in der Zeit des 30-jährigen Kriegs.

Mobiliar des 17. Jahrhunderts

Mobiliar des 17. Jahrhunderts

Das Patriziergeschlecht der von Pflummern

Die Familie von Pflummern gehörte neben der Familie Reichlin von Meldegg zu den bedeutendsten Patriziergeschlechtern in Überlingens Geschichte.

Pflummern-1

Die Herkunft
Bereits im 14. Jahrhundert verließ die Familie den namensgebenden Ort Pflummern bei Riedlingen und fand Aufnahme im Patriziat von Biberach und im 17. Jahrhundert in Überlingen. Angehörige des Geschlechts waren Beamte und Offiziere, standen als juristische Beiräte in angesehenen städtischen, aber auch in hohen geistlichen Ämtern. Als strenge Katholiken kämpften sie vehement gegen die Reformation.

Der Überlinger Zweig
wurzelt im Zuzug des für die ehemalige Reichsstadt bedeutenden Johann Heinrich von Pflummern während des Dreißigjährigen Krieges und endet 1829 mit dem Tod Joseph von Pflummerns.
Die Pflummern stellten ab 1644 in Überlingen (wie auch in Biberach 1551 – 1688) über mehrere Generationen Bürgermeister und Ratsherren. Neben Johann Heinrich waren Bürgermeister dessen Sohn Matthäus (1688-1701), der 1674 das heute als Pflummernhaus bekannte Anwesen an der Ecke Münsterstraße/Gradebergstraße als Familiensitz erwarb. Bürgermeister war auch der Enkel Johann Ignatius (1725) und schließlich Joseph von Pflummern, der letzte Erbe der Überlinger Linie. Einen weiteren Zweig der Pflummern gründete Franz Ignatz III., der aus Biberach nach Überlingen zog und die Patriziertochter Maria Anna Reutlinger, eine Nachfahrin des Überlinger Chronisten Jakob Reutlinger, heiratete und Stadtamann war.