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1. Obergeschoss - Raum 16


Bauernküche

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Ehemalige Dienerschaftsküche. Das Inventar stammt aus dem 18. und 19. Jh.

Die ehemalige Dienerschaftsküche des Hauses ist heute als Bauernküche mit Exponaten aus dem 18. und 19. Jahrhundert eingerichtet.

Ausgestellt sind sowohl alltägliche Gegenstände wie Zinngeschirr, Pfannenblöcke und Blasebalg für den offenen Herd als auch spezielle Maschinen zum Schneiden von Nudeln und Schälen von Kartoffeln sowie ein Satz Waffeleisen.

Waffeln hielten im Mittelalter zunächst in der Küche des Adels und der Bürger, dann auch in derjenigen der Bauern Einzug. Die Eisen waren in der Regel verziert und wurden bei besonderen Anlässen für die Zubereitung von Waffelgebäck genutzt. Dabei war oft die Hilfe der Männer gefragt, denn die schweren Waffeleisen mussten an langen Stielen über die offene Feuerstelle gehalten werden, bis der aus Mehl, Honig und Milch oder Wasser hergestellte Teig fertig gebacken war. Erst die Erfindung griffloser Waffeleisen im 19. Jahrhundert erleichterte die Arbeit.

Unter den Exponaten befinden sich auch eine Kaffeeröste und eine Kaffeemühle, die auf die Geschichte des Genussmittels Kaffee verweisen. Dieser wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts in zunehmendem Maße auch in Deutschland getrunken. Allerdings blieb er wegen seines hohen Preises zunächst den Wohlhabenden vorbehalten. Für die ärmeren Bevölkerungsgruppen und auf dem Land stellte Kaffee lange Zeit ein exklusives Getränk dar, das wie die Waffeln nur an Sonntagen oder anderen Fest- und Feiertagen auf den Tisch kam.

Die an der Wand hängenden Vogelbilder sind mit echten Federn hergestellt.